Anerkennung von AbschlüssenRecognition of professional and vocational qualifications acquired abroadПризнание полученных за рубежом профессиональных квалификацийUznawanie kwalifikacji zawodowych uzyskanych poza granicami Niemiecالاعتراف بالمؤهلات المهنية المُكتسبة في الخارجAnerkennung von AbschlüssenAnerkennung von AbschlüssenAnerkennung von Abschlüssen
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Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen

Das Bundesgesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen - das sogenannte Anerkennungsgesetz - ist am 1. April 2012 in Kraft getreten. Für die landesrechtlich geregelten Berufe ist am 1. Januar 2014 das Brandenburgische Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BbgBQFG) in Kraft getreten.

Der demographische Wandel und dessen Herausforderungen sind besonders in Brandenburg spürbar: Die Bevölkerung wird immer älter, da immer weniger Kinder geboren werden. Dazu kommt, dass immer mehr Menschen abwandern, vor allem junge, gut qualifizierte Frauen und Männer. Um dem daraus entstandenen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es ein wichtiger Schritt, die Qualifikationen aller hier lebenden Menschen anzuerkennen und zu nutzen.

Fachleute schätzen, dass bundesweit ca. 300.000 Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen leben, deren Qualifikationen in Deutschland bislang nicht anerkannt sind. Durch das Gesetz bekommen sie Zugang zu einem Anerkennungsverfahren. 

Auch ist es möglich, bereits aus dem Ausland einen Antrag zu stellen.

Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren

Mit den Gesetzen ist das Recht auf ein Anerkennungsverfahren unabhängig von Herkunftsland und Staatsangehörigkeit. 

Im Anerkennungsverfahren wird die Gleichwertigkeit der ausländischen Qualifikation mit dem deutschen Berufsabschluss überprüft.

Bis zur Gesetzesänderung konnten nur reglementierte Berufe anerkannt werden. Das sind Berufe, die nicht ohne eine solche Anerkennung ausgeübt werden dürfen. Das Anerkennungsgesetz gilt jetzt auch für die 350 nicht reglementierten Ausbildungsberufe im dualen System.

Zudem sollen die Verfahren einfacher und transparenter werden. Die Kriterien zur Feststellung der Gleichwertigkeit sollen einheitlich sein.

Falls wesentliche Unterschiede zum deutschen Referenzberuf bestehen, werden diese festgehalten. Damit wird die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuqualifizieren.

Nachgewiesene Berufserfahrung wird dabei berücksichtigt.

Mehr Migranten in den Arbeitsmarkt bringen

Mit den Gesetzen soll erreicht werden, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund eine formale Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation erhalten oder zumindest einen formalen Bescheid bekommen, der den ausländischen Berufsabschluss und die Berufserfahrung der Person mit der entsprechenden deutschen Qualifikation vergleicht. 

Migrantinnen und Migranten sollen so bessere Chancen bekommen, eine ihrer Qualifikation angemessene Arbeit aufzunehmen.

Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung

Der erste Schritt zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen ist eine gute Beratung. Idealerweise erfolgt auch eine begleitende Beratung während des Anerkennungsverfahrens. 

Das IQ Netzwerk Brandenburg hat Beratungsstellen in Potsdam, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Eberswalde, Neuruppin, Königs Wusterhausen, Cottbus, Finsterwalde und Großräschen eingerichtet, die Fragen zum Anerkennungsverfahren beantworten.

Außerdem unterstützt das IQ Netzwerk Brandenburg Beratungsfachkräfte durch Informationen und Veranstaltungen zum Thema Anerkennung.

Auch Qualifizierungen im Kontext des Anerkennungsgesetzes gehören zum Beratungsinhalt. Wenn das Ergebnis des Anerkennungsverfahrens nicht die volle Gleichwertigkeit ist, können durch eine Anpassungsqualifizierung die fehlenden Inhalte ergänzt werden.

Anerkennungsportal

www.anerkennung-in-deutschland.de
ist das offizielle Online-Portal
zum Anerkennungsgesetz des Bundes.

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